Skaidra

Aus Das letzte Kapitel
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Skaidra
Skaidra 01.png
Volk:Nordheimer
Clan:Rúnheim
Alter:ca. 35-40J
Größe:ca. 1,95-2,00m
Gewicht:ca. 115-120kg
Region:Nordlande
Gesinnung
Einstellung:Rechtschaffen-neutral
Religion:Ymir

Der Nordwind. Die Eisgemeißelte. Die Frostwölfin. Der Jarlsfluch.

Viele Beinamen verließen bereits die Lippen derer, die in den zweifelhaften Genuss der Gesellschaft Skaidras kamen, und das Repertoire erweitert sich bis heute stets - nicht zuletzt durch's legendenspinnende Mundwerk der rúnheimschen Skáldin.

Dekaden soll sie bereits im Exil leben. Über ihre Zeit jenseits der grün schimmernden Mauern des Exils spricht sie nur spärlich.


Aussehen
Auf den Spuren der Nornen.
Stoisch, stolz, standhaft. Diese drei Adjektive beschreiben die Haltung der offenkundigen Nordfrau am ehesten. Markant sind die Merkmale, die sie als solche verraten, begonnen bei der erhabenen Größe, die sie über so manchen Kopf erhebt, der nicht den nördlichen Gefilden der Lande außerhalb des verfluchten Exiles entstammt, jedoch kaum mehr als der Norm des eigenen Volkes entspricht.

Ihre Statur derweil, wenngleich schlank, bewegt sich in weiter Ferne zu femininer Zierlichkeit. Ebenso deutlich wie manches Mahnmal vergangener Schlachten, das sich mal mehr, mal weniger gut verheilt auf ihrer Haut wiederfinden lässt, zeichnen sich darunter Muskelstränge ab, die von unnachlässiger körperlicher Ertüchtigung und einem kriegerischen Lebenswandel sprechen.

Das schneeweiße Haar, um das sich manche Mythen und Legenden spinnen, ist zugleich der Grund für ein gewisses Misstrauen, mit dem man ihr gemeinhin begegnet. Sie trägt es allerdings keinesfalls schmucklos, und vielerlei schmal geflochtene Strähnen finden sich darin, die Perlen aus Bronze, Holz und Knochen genau so viel Halt bieten wie kleinen, filigranen Ringen und Reißzähnen.

Oftmals wechselnde, barbarische Bemalungen, die ihrer Herkunft angemessen sind, verleihen dem Gesamtbild, das sich hier auf die Leinwand ihrer bleichen Haut zeichnen will, den letzten, archaischen Schliff.


Werdegang

Nachdem von ihrer einstigen Heimat im tiefsten Winter des Exils nichts mehr blieb als Schutt und Asche, suchten Skaidra und ihr steter Begleiter - das sogenannte schlachtengeschmiedete Ungetüm - Zuflucht bei jungen Verbündeten.

Doch ihr Auftakt in der jungfräulichen Siedlung "Rúnheim" war kein Guter. Rasch - gar binnen Stunden, so hieß es - stellte Jarl Ingvar der Weiße, Schlächter von Hofstatt, die wortkarge Unbekannte als Beraterin, Seherin, Geliebte an seine Seite. So rasch, dass manch ein misstrauischer Blick und leises Flüstern schon von einem Zauberbann sprachen.

Bald bemühte sich der Jarl auch, sie und ihren Begleiter einander fern zu halten, indem er ihm nicht gestattete, sein Handwerk im Innern der Befestigung auszuüben, und Skragath dafür vor die Tore verbannte, womit er der gereizten Grundstimmung, die vorherrschte, keinen Gefallen tat. So offen die Arme waren, die sie und ihre spirituellen Fähigkeiten aufnahmen, so vehement stießen sie den zweiten Schutzsuchenden auf Abstand.

Duft der Freiheit.
Als die schwarze Stunde schlug, den Himmel verdunkelte und gefährliche Stimmen über's Exil hinwegwehten, war das Schicksal ihr gewogen und verschonte sie. Ohne jede Erinnerung über die letzten Tage oder vielleicht auch Wochen erwachte sie wie viele andere in der Herberge auf dem Markt und begab sich auf die Suche nach ihrem Vertrauten, wie auch den Überresten Rúnheims. Sie fand beides wieder.

Nicht viel war von der ehemaligen Siedlung übrig, außer führerlosen Männern und Frauen, die sich von ihr erhofften, den Platz des verschollenen Jarls einzunehmen. Unter ihrer Hand ging schließlich der Wiederaufbau vonstatten und so manch verlorene Seele konnte wieder eingefangen werden, bis die vereinten Kräfte der Bewohner seherischen Spuren folgend ihren Herren befreien und zurück auf seinen Thron setzen konnten. Doch der alte Mann war nicht mehr der selbe.

Auch Hrimnir, der junge Aesir, der den alten Mann herausforderte, saß nicht lang an der Spitze, denn er befand sich unter den vielen, tapferen Seelen, die dem Angriff auf Rúnheim zum Opfer fielen, der die Siedlung in Schutt und Asche legte. Skaidra führte die wenigen Überlebenden in den eisigen Norden zu einer Ruine an der Schneegrenze, wo nicht nur die Wunden geleckt wurden, sondern sich die Flüchtigen auch mühten, ein neues Leben aufzubauen. Um über dieses neue Leben zu wachen wählten sie die Seherin als ihren Jarl.


Ende und Anfang.
Überlebende.
Gerüchte.. zu Skaidra nach Belieben von anderen Spielern erweiter- und nutzbar.
  • "Nordwind" ist nur einer von zahlreichen Beinamen, mit denen die Skáldin sie versehen hat - angeblich hat sie von der Aesir sogar mehr Titel und Legenden verliehen bekommen, als der verschiedene Jarl Ingvar.
  • Es heißt, ihre Mutter hätte bei einem Frostwolf gelegen. Andere erzählen sich, der Allvater selbst hätte einem Bildnis aus Eis mit seinem Blut statt seinem Schweiße Leben eingehaucht. Eine dritte Legende besagt, eine Tochter Ymirs hätte den verdorrten Leib einer Frau im Tausch gegen die Seele ihres Mannes, die vom Schlachtfeld nach Valhalla geführt wurde, mit Frucht gesegnet.
  • Ob Vanir oder Aesir ist dem Löwenanteil Rúnheims bis heute ein Rätsel. Die Frage stellt sich hinsichtlich der Gerüchte und Legenden wohlmöglich erst gar nicht.
  • Wie lang sie bereits im Exil lebt ist ungewiss. Nur dass ein nicht näher benannter, südländischer Tempel mitsamt seiner Dienerschaft und der Gewalt ihrer Axt dabei eine Rolle gespielt haben soll, warum sie hier ist. Es zieht sie offenbar auch nicht wieder "heimwärts".
  • Entgegen der Gebräuchlichkeiten von Nordheimern meidet sie Festlichkeiten und laute Ansammlungen Betrunkener. Erhofft man sich auf die Art ein lockeres Kennenlernen, wird man enttäuscht.
  • Ihr Geduldsfaden hat mehr Fransen als es für nicht wenige der Dorfbewohner gesund ist.
  • Obgleich sie viel der Zeit im Exil unter dem Banner des Helgrinds an Skragaths Seite verbracht haben soll, war sie nie ein Zuchtmeister, noch ein Sklavenfänger, und stets nur dem spirituellen "Handwerk" verschrieben.
  • Nachdem sie zwei Jarle beriet und begleitete, so heißt es nun, Rúnheim hätte die Seherin letztlich selbst an die Spitze gesetzt.